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Messebericht: Games Convention 2006

06.04.2013 · 1 Kommentar

Messebericht: Games Convention 2006

Oben: Tanzen auf der Matte. Die Bewegungsspiele kommen! (Bild: André Eymann)

Am 26. August 2006 waren wir nun bereits nach unserem letzten Besuch zum zweiten Mal auf der Games Convention in Leipzig, um uns über Neuigkeiten aus der Videospielwelt zu informieren. Dieses Jahr aber, war das leider kaum möglich. Es waren schlichtweg zu viele Besucher auf der Messe. Das Messekonzept hingegen war das gleiche wie im letzten Jahr und dem Ansturm nicht gewachsen.

Für mich ist einer der Hauptgründe nach Leipzig zu fahren, die Möglichkeit selbst Hand an die Controller zu legen, um die brandneuesten Titel zu spielen. Außerdem erwarte ich Informationen, die ich nicht vorab im Internet finde. Aber weder noch: die vorhandenen Flächen konnten den Besucherandrang nicht gerecht werden und exklusive Informationen waren Mangelware. Vor den Präsentationsbereichen entstanden lange Schlangen, die das Warten auf die Vorführungen zur Qual machten. Vielleicht lernt die Messeleitung daraus und überlegt sich etwas für das nächste Jahr. Man könnte zum Beispiel die Messezeit verlängern, oder die Ausstellungsfläche vergrößern. Das vorhandene Konzept ist nicht zukunftsfähig und lies den diesjährigen Leitspruch „Play, it's your nature“ zu einer Farce werden.

Tropisches zur Einstimmung: im Eingangsbereich wurden man vom Speedlink-Stand begrüßt. (Bild: Andre Eymann)
Tropisches zur Einstimmung: im Eingangsbereich wurden man vom Speedlink-Stand begrüßt. (Bild: Andre Eymann)

Nintendo mischt den Markt auf

Zusätzlich konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Messe in diesem Jahr von einigen asiatischen Herstellern nicht besonders ernst genommen wurde. Weder Nintendos Wii, noch Sonys PS3 waren in Aktion zu sehen. Stattdessen wurden bereits aus dem Internet bekannte Videos gezeigt. Die PS3 (zumindest das Gehäuse) war in einer Glasvitrine zu bewundern. Das war nicht besonders aufregend, so kurz vor dem Weihnachtsgeschäft. Es drängte sich der Verdacht auf, das man die finale Hard- oder Software des Produkts noch nicht zeigen wollte. Anders war diese unglückliche Situation kaum erklären. Immerhin stehen viele PS2-Besitzer in den Startlöchern und vermissen konkrete Informationen zu ihrer zukünftigen Investition.

Anders als bei den eher durchschnittlichen Produkten von Atari hatte sich die Software der tragbaren DS-Konsole von Nintendo in die Herzen der Zocker gespielt. Für mich ist der DS einer der wenigen Gewinner der letzten Monate. Seit der Veröffentlichung des Systems in 2004, haben viele Entwickler wirklich innovative Spielkonzepte auf dem Handheld umgesetzt. So konnten, jenseits des Standards, Spiele wie Elektroplanktron, Animal Crossing oder Metroid Prime Hunters entstehen.

Wo wird gezockt? - Dank Nintendos Handhelds in jeder Lebenslage. (Bild: Andre Eymann)
Wo wird gezockt? - Dank Nintendos Handhelds in jeder Lebenslage. (Bild: Andre Eymann)
Der neue Nintendo DS Lite mit dem Spiel Contact in Aktion. (Bild: Andre Eymann)
Der neue Nintendo DS Lite mit dem Spiel Contact in Aktion. (Bild: Andre Eymann)

In diesem Jahr wurde der DS durch das neue Modell DS Lite noch einmal aufgebessert. Die wesentlichen technischen Merkmale blieben dabei allerdings unverändert. Dafür bekam das Gehäuse ein schlankeres und zeitgemäßeres Design. Im Oktober des Jahres 2006 soll sogar ein Wi-Fi fähiger Internetbrowser von Opera für den Game Boy-Nachfolger in den Handel kommen. Damit wird es dem DS möglich sein, über einen beliebigen Hotspot im Internet zu surfen. Ebenso ist ein MP3-Modul in Planung, das den Handheld erneut um eine mediale Funktion erweitern soll.

Der DS von Nintendo ist seit seinem Erscheinen ein Musterbeispiel an Innovation. Durch seine vielfältigen technischen Möglichkeiten wie Touchscreen, Mikrofon, zwei Bildschirme, Wi-Fi usw. stehen den Entwicklern bei der Umsetzung neuer Spielkonzepte viele Türen offen. Das zeigt einmal mehr, dass es nicht nur um die höchste technische Leistung, sondern um die kreativen Möglichkeiten eines Systems gehen kann. Ob sich das (dauerhaft) am Markt auszahlt, wird sich zeigen.

Die Körper-Controller kommen

Die PlayStation 2 wird mittlerweile auch in pink angeboten und erschließt sich somit noch mehr als bisher ihrer weiblichen Zielgruppe. Und der DS wird durch Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging auch von Familienvätern und bisherigen Nicht-Gamern gespielt. Immer mehr soziale Spielkonzepte etablieren sich und erweitern die Spielergemeinde über die Grenzen der Geschlechter und des Alters hinweg. Das Durchschnittsalter der Spieler steigt und wächst gleichzeitig in die Breite.

SingStar für die PS2 zum Beispiel ist schon seit 2004 ein Hit. Entgegen der Unkenrufe einiger Pressestimmen, hier würde lediglich Deutschland sucht den Superstar ins Wohnzimmer übertragen, glaube ich eher an einen anderen Grund für den Erfolg. Das Spiel macht einfach Spaß. Vor allen Dingen in größerer Runde. SingStar besitzt viele Attribute eines klassischen Videospiels. Es geht um den Sieg durch Punkte, man kämpft gegeneinander und es spricht verschiedenen Altersgruppen an. Und da man sein Lieblingsstück zum Nachsingen aussuchen kann, fällt es dem Spieler leicht sich mit dem Spiel zu identifizieren. Deshalb kann sich dieses Konzept auch auf zukünftigen Konsolen behaupten.

Sehr interessant und vor allen Dingen für die Spieler hierzulande neuartig sind die auf der Games Convention gezeigten kinetischen Spielkonzepte. Wikipedia: „in der Physik die Mechanik von Körpern, die unter der Wirkung von Kräften Beschleunigungen erfahren“. Da wird in Teams gegeneinander gekämpft, indem kräftig mit den Armen, Beinen oder was man sonst noch so hat, physische Bewegungen auf den Bildschirm übertragen werden. Der Körper wird zum Controller. Kein Interface trennt Mensch und Maschine. Ich habe beobachtet, dass die Zielgruppe hier sehr dehnbar ist. Vom Schulalter bis zum Rentner waren alle dabei.

Classic-Randnotiz

Der Classic-Gaming-Bereich war diesmal etwas kleiner als im letzten Jahr. Dafür konnte man Pong im Rahmen der Austellung „pong.mythos“ des Computerspiele Museums in Berlin, mit dem ganzen Körpereinsatz spielen. Als ein Freund klassischer Videospiele fehlt mir auf der Messe allerdings ein kompetenter historischer Abriss der wichtigsten Spiele des Genres. Gerade auch weil sich hier so viele junge Spieler begegnen.



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