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Mein Nachmittag im CSM

09.06.2011 · 3 Kommentare

Mein Nachmittag im CSM

Oben: Computer-Zeitgeschichte hinter Glas im CSM Berlin. (Bild: Sterni)

Nachdem ich im Radio von der Wiedereröffnung des Computerspielemuseums hörte, wurde mir klar: da muß ich mal hin! In der Tageszeitung habe ich etwas mehr über das Museum erfahren und wurde neugierig, denn vorher habe ich noch nie etwas von einem Museum für Computerspiele gehört. Nachdem ich zwei Monate später endlich die Zeit hatte, machte ich mich auf dem Weg.

Das Museum selbst war recht einfach zu finden, liegt es doch nahe am Zentrum von Berlin. Der Eintritt kostete 8 Euro. Für diesen Eintrttspreis, so dachte ich mir, muß ja einiges geboten werden. Bevor ich jedoch in die Hauptausstellung gelangte, fand ich zunächst den Museumsshop vor. Hier gab es tolle Retro-Shirts für beispielsweise 16,90 Euro, verschiedene Retro-Bücher aus der Gameplan-Reihe oder die Zeitschrift RETURN zu kaufen. Preislich war alles in Ordnung und nicht übertrieben.

Zu sehen waren so ziemlich alle Klassiker, die je auf den Markt kamen. Damit sie ihre Schönheit behalten, waren die Computer in kleinen Glaskästen ausgestellt. Zu sehen waren unter anderem der Commodore PET 2001, VC 20, Commodore 64 (Brotkasten) aber auch ein Amiga 500, ein Atari 800 XL, 1040 ST, Schneider CPC 6128, ZX Spectrum, TI 99/4A, Panasonic MSX Computer, Philips Odyssey 2/G 7000, Apple II, Macintosh und viele weitere mehr.

Und natürlich durften die Spielekonsolen nicht fehlen. Da wurde einem auch so einiges geboten; natürlich wieder in staubgeschützen Glaskästen. Atari war mit dem VCS 2600 aber auch mit dem tragbaren Lynx und dem XE Game System vertreten. Eine obligatorische Pong Konsole war ebenfalls ausgestellt. Die Sammlung wird ergänzt durch Sonys PlayStation, Nintendos Super NES, Game Boy, CD-I System von Philips, Sega Mega Drive, CBS ColecoVision und dem MB Vectrex. Auch ein kleiner Galaxian Spieleautomat gehört zur Ausstellung.

Anfassen erwünscht!

Der Poly-Play von 1984 war der einzige Arcade-Automat der in der DDR entwickelt wurde. (Bild: Sterni)
Der Poly-Play von 1984 war der einzige Arcade-Automat der in der DDR entwickelt wurde. (Bild: Sterni)
Neben den Geräten zum anschauen gab es auch viele Geräte zum anfassen. Hier hat man die Gelegenheit, wie früher an den Spielautomaten zu spielen. Wer keine Markstücke mehr hat braucht sich keine Sorgen machen, die Spielautomaten funktionieren alle ohne Geld. Einfach den Startknopf drücken und los gehts. Hier hat man die Quahl der Wahl: Asteroids, Space Invaders und ein Centipede-Automat laden zum Spielen ein. Vielleicht kommt ja irgendwann mal ein Pac-Man-Automat hinzu. Das wäre schön. Aus der ehemaligen DDR stammt der Poly-Play Spielautomat. Hier kann man zwischen mehreren Spielen auswählen. Ich habe mir die Zeit mit dem Spiel Autorennen vertrieben. Das Spiel war ähnlich wie Super Cars von Magnetic Fields und wurde in der Vogelperspektive gespielt. Das Besondere an dem Spiel war, daß sich die Straße ständig verändert hat, so daß immer eine neue Strecke entstanden ist. Bestaunen konnte man des weiteren einen KC 85/4 Kleincomputer von Robotron und einige andere Systeme aus der DDR. Es war interessant, denn die Geräte aus der DDR waren mir vorher völlig unbekannt.

«Wer keine Markstücke mehr hat braucht sich keine Sorgen machen. Die Spielautomaten funktionieren alle ohne Geld.»

Sterni

Seltenes und Seltsames

Nicht von dieser Welt: Computer Space von 1971. (Bild: Sterni)
Nicht von dieser Welt: Computer Space von 1971. (Bild: Sterni)
Es gab noch weitere Raritäten zu sehen, wie beispielsweise einen Original Pong- und Computer Space-Automaten. Diese durfte man aber leider nicht benutzen. Das ist aber auch nicht so schlimm, denn im Museum sind überall Competition Pro Joysticks angebracht, um jede Menge Computerspiele ausprobieren zu können. Bei meinem Besuch waren neben den vielen Spielekonsolen auch ein Amiga 600 und ein Amiga 1200 ausgestellt. Grundsätzlich sind im Museum allerdings mehr Spielekonsolen als Computer zu bewundern. Beeindruckend fand ich den überdimensionalen Atari Joystick, der ca. 1,50 Meter hoch war und mit einem tellergroßen Feuerknopf aufwarten konnte. Auch waren Originalspiele zu bewundern, wie beispielsweise E.T. für das Atari 2600. Auch die Datenträger wie Kassetten oder Disketten in verschiedenen Formaten gab es zu sehen.

Das gibt es nur im Computerspielemuseum Berlin: einen funktionierenden Atari CX40 Joystick, der mit vollem Körpereinsatz bedient werden kann. (Bild: Sterni)
Das gibt es nur im Computerspielemuseum Berlin: einen funktionierenden Atari CX40 Joystick, der mit vollem Körpereinsatz bedient werden kann. (Bild: Sterni)

Fazit

Über den Eintittspreis kann man sich wahrscheinlich streiten. Ich fand den Preis angemessen, wenn man bedenkt, daß man sehr vieles ausprobieren kann. Das Museum hat grundsätzlich einen sehr ordentlichen Eindruck gemacht. Die Geräte sind alle sehr gut erhalten und es gab viele Raritäten zu sehen.

Noch nie live gesehen hatte ich das Vectrex von MB. Den Crash-Tischautomat aus Holz kannte ich bisher auch nicht. Das Pong-Telespiel hatte ich zwar zuvor auf einem Bild gesehen, aber so in voller Pracht auch noch nicht. Auch das Touch me von Atari eine Art Senso/Simon in Game Boy-Größe war mir vorher unbekannt. Mehr sehen würde ich gern diverse Peripherie, wie Diskettenlaufwerke und Datenrekorder der Computer und nicht nur die Computer selbst. Bei einem Commodore 64 war auch die Floppy und Datasette dabei. Das hätte man noch bei den anderen Computern erweitern können. Das Museum macht jedoch Lust auf mehr und ich werde es in jeden Fall noch einmal besuchen. Allein schon wegen der kultigen Retro-Shirts im Museumsshop.

Link:
Sterni  · 09.06.2011

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