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Buchrezension: Video-Spiele von Peer und Ulrich Blumenschein

14.09.2010 · 1 Kommentar

Buchrezension: Video-Spiele von Peer und Ulrich Blumenschein

Oben: Locker und interessant geschrieben: &dbquo;Video-Spiele“ ist ein Kauftipp! (Bild: André Eymann)

„An jeder Straßenecke Krieg der Sterne“, so thematisieren Peer und Ulrich Blumenschein (Sohn und Vater) das Phänomen der Videospiele im Jahre 1982. Übrigens: als das Buch geschrieben wurde, war der Sohn Peer noch Schüler. Nach eigenen Angaben von Ulrich Blumenschein ist es das erste deutsche Spielebuch.

Inhalt und Rezension

Video-Spiele von Peer und Ulrich Blumenschein. Magisch angezogen von lieblichen Ungeheuern und mampfenden Monstern. (Bild: Knaur Verlag)
Video-Spiele von Peer und Ulrich Blumenschein. Magisch angezogen von lieblichen Ungeheuern und mampfenden Monstern. (Bild: Knaur Verlag)
Von Beginn an stellt die Lektüre die Evolution der Automaten in den Vordergrund und beschreibt die Historie der Computerspiele aus Sicht der Arkaden. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn der Siegeszug der Konsolen für Zuhause, stand 1982 noch am Anfang. Deshalb wird in diesem Buch natürlich auf die legendären Automatenhits Pong, Space Invaders oder Asteroids genauer eingegangen. Der Medien-Erscheinung Pac-Man wird sogar ein eigenes Kapitel (Pac-Mania - das gelbe Fieber) gewidmet. Lustig sind die „grundsätzlichen Regeln für dem Umgang mit Münz-Video-Automaten“, die dem Spieler helfen sollen den Highscore zu knacken. Also: Vor Spielbeginn Gerät prüfen!. Herausragend ist die Übersicht mit Tipps der populärsten Automaten-Spiele (auf 44 Seiten!) mit detaillierten Beschreibungen und teilweise gezeichneten Abbildungen. Von Galaxian über Donkey Kong bis zu Zaxxon sind alle Klassiker dabei. Diese schöne Auflistung macht dieses Buch allein schon zu einer Ausnahme. Die redaktionelle Aufbereitung des gesamten Taschenbuchs, so wie auch die abwechslungsreichen, persönlichen Beschreibungen, sind auffallend professionell und fesseln den Leser an den Inhalt. Man spürt buchstäblich, dass die Autoren die Spiele auch wirklich selbst gespielt haben.

Leseprobe aus dem Kapitel Die populärsten Automatenspiele-Strategien, Tricks und Tips. Sprungfedern namens Springis. (Bild: Knaur Verlag)
Leseprobe aus dem Kapitel Die populärsten Automatenspiele-Strategien, Tricks und Tips. Sprungfedern namens Springis. (Bild: Knaur Verlag)

Die Übersicht der Spielsysteme für Zuhause, hier werden unter anderen Atari VCS, Intellivision und Videopac vorstellt, geben Auskunft über die Fähigkeiten und die Preise der Konsolen, sowie auch der Spielmodule. Auch diese Angaben sind sonst selten mit aufgeführt. Wer weiß heute noch, dass das VCS im Jahre 1982 stolze 379,00 DM inkl. zwei Joysticks gekostet hat? Der schon fast obligatorische Einkaufsführer beschreibt das Spiele-Angebot nach Herstellern (Atari, Intellivision, Interton, Philips und Activision) kategorisiert und gibt verständliche Bewertungen mit praktischen Tipps, die selbst ausprobiert wurden („Was uns auffiel“).

«Ab wann sollen Kinder Video-spielen dürfen?»

Ulrich Blumenschein (1982)

Im Kapitel Video-Spiele - eine Gefahr für junge Menschen? versuchen die Autoren Antworten auf Fragen wie „Ab wann sollen Kinder Video-spielen dürfen?“ zu geben. Damit lagen sie bereits 1982 im Zeitgeist und griffen eine Fragstellung auf, die auch heute noch kontrovers diskutiert wird. Am Ende befindet sich ein ABC der Videospiele („Wer ist Commander ROM?“). Farbige Anzeigen verschiedener Hersteller runden das Buch ab.

Leseprobe aus dem Kapitel Einkaufsführer für Heimspielkassetten - Spiele aus dem Philips-Programm. Vorschul-Rechnen mit dem Videopac 13. (Bild: Knaur Verlag)
Leseprobe aus dem Kapitel Einkaufsführer für Heimspielkassetten - Spiele aus dem Philips-Programm. Vorschul-Rechnen mit dem Videopac 13. (Bild: Knaur Verlag)

Fazit

Die Besonderheit des Taschenbuchs Video-Spiele liegt auf der einen Seite in der Gewichtung der Automaten-Spiele, auf der anderen Seite aber in dem lockeren und trotzdem gut recherchierten Schreibstil. Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen. Und ganz nebenbei vermittelt es eine ansehnliche Übersicht der damals auf dem Markt befindlichen Spiele. Kauftipp!

Andre Eymann · 14.09.2010

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ÜBER DEN AUTOR

Andre Eymann
Andre Eymann
Mich faszinieren Videospiele seit dem Anfang der 1980er Jahre. Damals begegnete ich dem Videospiel-Automaten Galaga in einer öffentlichen Gaststätte. Schnell erlag ich der Ausstrahlung der Maschine. Zu diesem Zeitpunkt war ich dreizehn Jahre alt. Im Sommer 2009 habe ich Videospielgeschichten.de gegründet. Mittlerweile schreibe ich regelmäßig Texte und veröffentliche - gemeinsam mit vielen verschiedenen Autoren - Artikel über Computer- und Videospielen auf meiner Internetseite oder in Form von Gastbeiträgen für andere Projekte. Zusätzlich gestalte ich das Erscheinungsbild der Seite und kümmere mich um die Organisation und Kommunikation von VSG.

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